Die Kurden bilden mit ca. 40 Millionen Menschen weltweit die größte Ethnie ohne einen völkerrechtlich anerkannten Staat. Nach den beiden Festivals „Female Voice of Iran“ und „Female Voice of Afghanistan“ widmet sich die Zeitgenössische Oper Berlin diesmal dem kurdischen Kulturkreis.
Die kurdische Sprache und Musik sind jahrelang in der Türkei, im Iran und in Syrien entweder teilweise verboten gewesen oder wurden und werden noch immer marginalisiert. Das Wort Kurdistan wird im politischen Kontext von offiziellen Stellen meist vermieden aus Sorge um die heterogenen geostrategischen Interessenskonflikte, aber der Kulturraum Kurdistan existiert trotzdem. Die Kurden stehen daher im Kampf um die Anerkennung ihrer Kultur oft alleine da. Dieses Festival möchte ein Beitrag dafür leisten. Durch filmische Porträts, die wir im Frühling 2023 in den kurdischen Gebieten in Syrien und Irak gedreht haben und mit 2 Live-Konzerten in Berlin versuchen wir die Vielfalt der kurdischen Kultur darzustellen, die ein Reisender heutzutage aufgrund komplexer politischer Limitierungen nicht so einfach erleben könnte.
Wir porträtieren acht Sängerinnen aus den vier Hauptregionen.

Sa, 24.06.23
Sahar LOTFI und Hani MOJTAHEDI
aus Ostkurdistan, auf Kurdisch: ‚Rojhelat‘, im Westen des Iran.
Plus die Premiere der filmischen Porträts von Jinda KANJO und Sîdar IBRAHIM aus Westkurdistan, auf Kurdisch: ‚Rojava‘, im Nordosten von Syrien.
Ort: Villa Elisabeth Berlin
So, 25.06.23
Berfin AKTAY und Sakina TEYNA
aus Nordkurdistan, auf Kurdisch: ‚Barkur‘, im Süden der Türkei.
Plus die Premiere der filmischen Porträts von Kawyar HADI und Wajeda KHERO aus der autonomen Region Kurdistan, ‚Başǔr’‚ im Norden Iraks.
Ort: Villa Elisabeth Berlin


Presse
27.06.2023 TAZ. Die Tageszeitung, Berlin Kultur
Team
Curator: Yalda Yazdani – Director/Producer: Andreas Rochholl
Creative Director: Sebastian Leitner – Production Manager: Mihraban Salih
funded by![]() |
In cooperation with Kultur Büro Elisabeth & CrossGeneration Media |
