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Eine Brise 
Flüchtige Aktion für 111 Radfahrer
von Mauricio Kagel (*1931)

Uraufführung: 1996, Münster

Koproduktion mit dem Hebbel-Theater 
1997 und 2003 
auf der Stresemannstraße in Berlin Kreuzberg

111 Radfahrer fahren in einem präzis komponierten Korso an den Zuschauern vorbei - klingeln, pfeifen und singen dabei.

 Ein zweiminütiges Werk. 
 Eine Brise.

 Realisation: Andreas Rochholl


Der Tribun
von Mauricio Kagel (*1931)

 

für einen politischen Redner, Marschklänge und Lautsprecher

Premiere: 4. Juli 2001  nichtöffentliche Aufführung während einer Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag

Inszenierung        Sabrina Hölzer
Der Tribun           Christian Banzhaf

Der erste Mann im Staate übt eine politische Rede an die Bevölkerung seines Staates. Demagogie, Volksverführung, Rhetorik, Egomanie und ein zwanghafter Wille zur Macht treiben ihn in sprachliche Exzesse, die jedem Zuhörer bekannt zu sein scheinen. Alle historischen Konkretisierungen in Wort und Ton sind vom Komponisten aber bewusst vermieden worden.

Dieses Stück könnte im alten Rom, in Santiago, in Berlin, Moskau, Seoul oder sonst wo spielen – gemeint ist der Typus des politischen Verführers. Hitler probte seine Reden tatsächlich in einem Spiegelkabinett. In diesem Stück wird eine Typologie der politischen Rede untersucht: präzise Ungenauigkeit, schauspielerisch perfekt gesetzte Pausen, kalkulierte Emotionalität, Agitation, Zynismus und Hinwendung an die Trieb- und Instinktnatur des Menschen.

1979 erhielt Mauricio Kagel den Hörspielpreis der Kriegsblinden für dieses Werk.

Koproduktion mit dem Hebbel-Theater, mit Unterstützung der Stiftung Kulturfonds
Verlag: C.F. Peters

 

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