| Zeitgenössische Oper Berlin |
| Adriana Hölszky
geboren am 30. Juni 1953 in Bukarest. Sie erhielt im Alter von fünf Jahren die ersten Klavierstunden, seit 1959 am Bukarester Musiklyzeum bei Olga Rosça-Berdan. Bald begann sie zu improvisieren und ihre Improvisationen aufzuschreiben: Achtjährig entstanden ihre ersten »Kompositionen«.. Ab 1965 bekam sie privaten Harmonielehre- und Kontrapunktunterricht. Nach dem Abitur 1972 nahm sie ihr Studium an der Musikhochschule in Bukarest auf: Hauptfach Komposition (Stefan Niculescu) und Klavier. |
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| 1976 siedelte sie mit ihrer
Familie aufgrund ihrer Deutschstämmigkeit in die Bundesrepublik Deutschland über, wo sie
1977 ihr Studium an der Stuttgarter Musikhochschule fortsetzte: Komposition bei Milko
Kelemen, Klavierkammermusik bei Günter Louegk u. a. Sie nahm aktiv an Meisterkursen in
Bayreuth, Cambrils, Salzburg, Siena und Darmstadt teil. 1977-80 spielte sie als Pianistin
im »Lipatti-Trio", zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Monika Hölszky-Wiedemann
und der Cellistin Hertha Rosa-Herseni. Das Trio wurde mit Preisen ausgezeichnet u. a. beim
Internationalen Kammermusikwettbewerb »Vittorio Gui« in Florenz 1978. 1979 erhielt sie
den 1. Preis des Kompositionswettbewerbs »Valentino Bucchi« in Rom. 1980 legte sie die
künstlerische Abschlußprüfung ab und übernahm einen Lehrauftrag für Musiktheorie und
Gehörbildung an der Stuttgarter Musikhochschule, den sie bis 1989 ausführte. 1980-81
wirkte sie bei der Stuttgarter Konzertgruppe »Neue Musik kommentiert« mit. Zum
Internationalen Kompositions- und Interpretationswettbewerb »Valentino Bucchi« in Rom
wurde sie 1980/81/83 in die Jury eingeladen. Ihr Großes Kompositionsexamen legte sie 1982
an der Stuttgarter Musikhochschule ab. 1983 wurde Space für vier Orchestergruppen bei den IGNM World Music Days in Århus aufgeführt. Im gleichen Jahr erhielt sie das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Bei den 33. Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt wurde sie 1986 zur Teilnahme am Komponistenforum eingeladen. 1987 war sie Stipendiatin des Kultusministeriums von Niedersachsen. Bei der 1. Biennale des Zeitgenössischen Musiktheaters in München 1989 hatte Hölszkys Oper Bremer Freiheit Premiere, die auch bei den Wiener Festwochen 1989 wieder zur Aufführung kam. 1990 wurde Lichtflug für Violine, Flöte und Orchester bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt. Von der Staatsoper Stuttgart erhielt sie einen Kompositionsauftrag für eine große Oper. Ihre Kompositionen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 1981 Gaudeamus-Kompositionspreis für Ommagio a Michelangelo; 1982 Preise bei den Kompositionswettbewerben »Max Deutsch« in Paris für Space, der Stadt Stuttgart für Innere Welten und der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat; 1985 Johann Wenzel Stamitz-Förderpreis und 1. Preis der Ensemblia Mönchengladbach für "Intarsien III"; 1988 Brahms-Förderpreis der Stadt Stuttgart für "immer schweigender und . . . und wieder Dunkel"; 1988/89 Preise der deutschen Schallplattenkritik; 1989 1. Preis des Kompositionswettbewerbs der GEDOK in Manheim; 1990 Heidelberger Künstlerinnenpreis und Schneider-Schott-Preis. Aus: "Komponisten der Gegenwart", ein Loseblatt-Lexikon, herausgegeben von Hanns-Werner Heister und Walter-Wolfgang Sparrer im Verlag edition text und kritik, München. |