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Rüdiger Bohn Der in Lübeck geborene Rüdiger Bohn erhielt seine künstlerische Ausbildung an den Musikhochschulen Köln und Düsseldorf bei den Professoren Günter Ludwig und David Levine im Fach Klavier, sowie bei Volker Wangenheim im Fach Dirigieren. Beide Studiengänge schloß er mit Auszeichnung ab. Er gewann mehrere internationale Kammermusikwettbewerbe u. a. in Florenz und Bordeaux und trat regelmäßig als Konzertsolist auf, bevor er sich in den letzten Jahren fast ausschließlich dem Dirigieren widmete. Nach Meisterkursen bei Leonhard Bernstein, Sergiu Celibidache und John Eliot Gardiner wurde er mit einem ersten Engagement als Solorepetitor an das Théatre de la Monnaie in Brüssel verpflichtet. 1988-1996 war Rüdiger Bohn Chefdirigent der Sinfonietta Tübingen und machte besonders mit einem Brucknerzyklus und Werken der Zweiten Wiener Schule auf sich aufmerksam. Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Dirigent und Solorepetitor am Theater Basel wurde er 1996 erster Kapellmeister am Theater Lübeck. |
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Hier trat Rüdiger Bohn vor allem mit Interpretationen der großen Mozart-Opern, aber auch mit Werken wie der „Nase“ von Schostakowitsch und mit der deutschen Erstaufführung des „Kullervo“ von A. Sallinen hervor. Als Operndirigent wurde er auch von den Opernhäusern in Darmstadt, Düsseldorf, Frankfurt und Wuppertal engagiert. Als Konzertdirigent war Rüdiger Bohn vor allem im Ausland tätig. Er arbeitete u. a. mit den Sinfonieorchestern des RAI in Rom und Turin, dem Orchestre de la Suisse Romande Genève, dem Orchestre de Chambre Lausanne, dem Orchestre Radio-Symphonique du Luxembourg und dem Chor und Orchester des Teatro Communale di Bologna. Nach der Gründung der Zeitgenössischen Oper Berlin 1997, deren musikalische Leitung er übernahm, wurde die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik zu einem Schwerpunkt. Als Leiter der Zeitgenössischen Oper dirigierte er Werke von Henze, Kagel, Battistelli, Feldman, Reimann, Hölszky, Martin, Sciarrino, Maxwell Davies, Rihm und Holliger. Im Jahre 2002 wurde Rüdiger Bohn bei der Münchener Biennale verpflichtet, zusammen mit dem Bundesjugendorchester André Werners „Der Jude von Malta“ uraufzuführen. Einladungen führten ihn zu den musica viva Konzerten in München, dem Klangforum Wien im Festival WHY NOTE in Dijon, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dem UltraSchall Festival Berlin, der Biennale in Venedig und immer wieder mit der Deutsch-Polnischen Werkstatt für Neue Musik, deren Mitbegründer und Musikalischer Leiter er ist, zum Warschauer Herbst Festival. Rüdiger Bohn hat als Gastdirigent der Salzburger Festspiele das Österreichische Ensemble für Neue Musik dirigiert, ist erster Gastdirigent des Ensemble TIMF in Korea (Tongyeong International Music Festival), wiederholter Gast des Korean Symphonie Orchestra und hat zuletzt an der Komischen Oper Berlin gemeinsam mit der Regisseurin Sabrina Hölzer die Oper „Don Quixote“ von Hans Zender herausgebracht. Rüdiger Bohn lehrt als Professor für Dirigieren an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. |
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