Zeitgenössische Oper Berlin

Elfriede Irrall
Wesentliche Stationen waren das Theater in der Josefstadt und das Volkstheater in Wien sowie das Renaissance Theater, die Freie Volksbühne und Peter Steins Schaubühne in Berlin. Realisation von zwei Dokumentarfilmen. 1982 gründete sie mit Olaf Scheuring das „theaterspielwerk“. Neben zahlreichen Film-, Fernseh- und Rundfunkarbeiten lehrt sie seit Jahren in der Schauspielausbildung in Berlin und Wien.

Carmen Dalfogo
Schauspielstudium an der Folkwang Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Essen. Seit dem Abschluss 1994 verschiedene Theater-Engagements u.a. am Grillo Theater Essen, Theater Erlangen, an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, Duisburger Akzente, Staatstheater Hannover, Zeitgenössische Oper Berlin (Cenci), Schloßtheater Moers, KlangZeit Münster 2004. Außerdem verschiedene Film- und Fernsehrollen u.a. in "Die Jahre wie sie waren", "Justizirrtümer - Maria Rohrbach" und aktuell "Heimat 3 - Chronik einer Zeitenwende" von Edgar Reitz.

Eiko Morikawa
Die freischaffende Sängerin ist als Interpretin der zeitgenössischen Musik international bekannt. So hat sie z.B. bei der Münchener Biennale Toshio Hosokawas „Vision of Lear" mit uraufgeführt und war ebenso dort in Andre Werners Der Jude von Malta“ zu erleben. Bei den Konzerten und der CD-Produktion von Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ war sie mit dem Sinfonieorchester SWR Baden-Baden und Freiburg unter der Leitung von S. Cambreling zu hören. Im November 2002 stand sie als Hauptfigur „Masago“ in der Oper „Rashomon“ von Mayako Kubo für die japanische Erstaufführung mit japanischem Text auf der Bühne des Nissay Theatre in Tokyo. Im Herbst 2003 verkörperte sie die Rollen „Venus“ und „Gepopo“ in Ligetis „Le grand macabre“ an der Komischen Oper Berlin. Im Februar 2005 debütierte sie am Neuen Nationaltheater Tokyo als “Koharu” im Auftragswerk “Osan” von Mayako Kubo. Bei der Zeitgenössischen Oper Berlin sang sie 2000 „Neither“ von Morton Feldman.

Michael Albert
Seine erste musikalische Ausbildung erhielt der Bassist Michael Albert im Windsbacher Knabenchor. An der Musikhochschule Würzburg studierte er Gesang, in mehreren Meisterkursen vertiefte er seine Ausbildung. Der Deutsche Musikrat und der Richard-Wagner-Verband verliehen ihm Stipendien. Neben Gastengagements an verschiedenen Theatern ist Michael Albert festes Ensemblemitglied der Kammeroper Ulm. Ein Figaro ist er ebenso wie ein Darsteller in zeitgenössischen Musiktheaterwerken, wie z.B. von Olga Neuwirth und Heiner Goebbels. Seine rege Konzerttätigkeit führt ihn auf zahlreiche Konzertpodien in Europa und in Israel (u.a. Kissinger Sommer, Europäisches Musikfest Stuttgart, Hollandfestival Amsterdam, Festival d’Automne Paris). Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit .In der jüngeren Vergangenheit arbeitete Michael Albert mit Dirigenten wie Harry Christophers, Daniel Harding und David Stern zusammen, trat mit dem Ensemble Modern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Concerto Köln auf (Konzerthaus Wien, Glocke Bremen, Concertgebouw Amsterdam).

Alan Cemore
Der amerikanische Bariton Alan Cemore erhielt nach seinem Bachelor of Music Diplom und einem Jahr an der Musikhochschule Frankfurt, sein Master of Music Diplom bei Frau Professor Margaret Harshaw an der Indiana University School of Music. Während dieser Zeit hat er viele Gesangswettbewerbe gewonnen, unter anderem den bedeutenden Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München. Er begann seine Karriere am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, wo er seine ersten großen Erfolge als Figaro in Il barbiere di Siviglia feierte. Danach kam er über das Stadttheater Basel zu den Vereinigten Bühnen Graz, wo er die wichtigsten Partien seines Faches sang: Don Giovanni in Don Giovanni, Germont in La Traviata, Luna in Il Trovatore, Renato in Un ballo in maschera, Scarpia in Tosca und Wolfram in Tannhäuser. 1998 ging er an das Bremer Theater, wo er als Alfio und Tonio in Cavalleria Rusticana und Pagliacci debütierte. 2003 gab er unter anderem sein Rollendebüt als die vier Bösewichte in Les Contes d’Hoffmann am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, wo er auch die 2003-2004 Saison als Carlo Gerard in Andrea Chenier eröffnete. Er war Gast bei zahlreichen internationalen Festspielen, wie das Edinburgh Festival, Spoleto Festival in Italien und in den USA, Frankfurt Feste, Wexford Festival, Settembre Musica Torino, Festival of Perth in Australien und bei den Maifestspielen Wiesbaden. Zu zahlreichen Radio- und Fernsehauftritten kamen erste Schallplattenaufnahmen für EMI (Die grossmütige Tomyris – Keiser) und Sony (Opernausschnitte), und eine Gershwin Gala mit dem Hessischen Rundfunkorchester. Mit einem Opernrepertoire von über sechzig Partien, ist er auf mehr als dreißig Bühnen Europas und Nordamerikas aufgetreten. Sein großes Konzertrepertoire umfaßt Werke von Bach bis Vaughan Williams

Gavin Taylor
Gesangsausbildung bei Ryland Davies am Royal Northern College of Music in Manchester und Besuch der Meisterklassen von Sherill Milnes, Chris Merritt, Francisco Araiza, Fedora Barbieri sowie Giuseppe Taddei. Zur Zeit musikalische Betreuung durch Helmut Weese und stimmliche durch Harald Stamm. Nach Gastspielen an der Welsh National Opera, der Scottish Opera und der English Touring Opera sang er 1997 an der Kammeroper Schloß Rheinsberg die Partie des Huldbrand in E.T.A. Hoffmanns "Undine". Darauf folgte bei den Wiesbadener Maifestspielen der Tarquinius in Brittens "Raub der Lukretia". Weitere Gastengagements führten ihn als Marcello in "Boheme" nach Frankreich und als "Escamillo" nach Magdeburg, Cottbus, Würzburg und Hagen. Gavin Taylor singt regelmäßig an den Opernhäusern von Flensburg (Richter Turpin in "Sweeney Todd"), Aachen (Frank Maurrant in "Street Scene"), Detmold (Dreieinigkeitsmoses in "Mahagonny"), Würzburg und Kiel die großen Partien seines Fachs. Dazu gehören neben Escamillo und Don Giovanni auch spezielle zeitgenössische Partien, so der Kaiser von Atlantis von Ullmann und der Prinz von Homburg von Hans Werner Henze. Bei der Zeitgenössischen Oper Berlin sang er 2004 die Partien des Don Fernando und des Notars in „Don Quijote de la Mancha“ von Hans Zender.

Ulrich Wand
Der Bariton war Solist des Tölzer Knabenchores. Ausbildung bei Aldo Baldin (Musikhochschule Karlsruhe) und Susanna Eken (Konservatorium Kopenhagen). Er sang an den Städtischen Bühnen Osnabrück u. a. Marcello („La Bohème“), Dandini („La Cenerentola“) und Dr. Falke („Die Fledermaus”). Gastengagements führten ihn an die Theater Wuppertal, Giessen, Flensburg, Dresden und nach Frankreich an die „Opera de Mosset“. Neben Harlekin („Ariadne auf Naxos“) sang er Eisenstein („Die Fledermaus“), Ulisse („Il Ritorno d´Ulisse in Patria“) und Figaro („Barbier von Sevilla“). 2003 erschien bei Ars Produktion die erste Gesamtaufnahme von Albert Lortzings Oper „Hans Sachs“ mit Ulrich Wand in der Titelrolle. Er sang bei „I Concerti del Quartetto“ in Mailand, beim „Festival di Zaragoza“, bei „Wratislavia cantans“ in Wroclaw sowie beim „Festival d´Automne à Paris“. Er war Mitglied der Neuen Vokalsolisten Stuttgart und trat bei vielen Veranstaltungen zeitgenössischer Musik mit Werken von u.a. Xenakis, Sciarrino und Zender auf. In Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk entstanden verschiedene Aufnahmen, darunter die der Bach-Solokantate „Der Friede sei mit dir“. Für 2005 stehen Tourneen mit „Carmina Burana“ und „Brahms-Requiem“ sowie in den USA eine Reihe von Konzerten mit Brahms „Die schöne Magelone“ auf dem Programm. In der laufenden Spielzeit singt Ulrich Wand an den Städtischen Bühnen Münster.

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