Zeitgenössische Oper Berlin

Ksenija Lukic Nichte, Dulcinea I, Dame I
Gesangsstudium in Belgrad, Siena und Berlin. Neben zahlreichen Partien des klassischen Opern- und Operettenrepertoires (Mozart, Puccini, Leoncavallo, J. Strauß) verfügt sie über ein weit gefächertes Repertoire des zeitgenössischen Musiktheaters wie die Titelpartie in "Sardakei" von E. Krenek, Pelzchen in "Der Tulifant" von Einem oder "Zwielicht" von Apergis. Durch zahlreiche internationale Konzertreisen und Auftritte bei den Festivals in Berlin, Salzburg (hier in Stockhausens Uraufführung "Düfte-Zeichen" aus "Sonntag aus Licht" und die Eva in "Michaels Jugend" aus "Donnerstag aus Licht"), Edinburgh, Huddersfield, Straßbourg und Seoul machte sie sich besonders einen Namen als Interpretin Neuer Musik. Sie kann auf eine umfangreiche Liste von CD-Einspielungen verweisen und sang mit dem Orchestra Sinfònica de Madrid, Barcelona, dem WDR-Orchester Köln, den Rundfunkorchestern Berlin, Hannover und Belgrad. Unter Hans Zenders Leitung sang sie die erste Gesamtaufführung seiner Komposition "Shir hashrim" mit dem Radio-Sinfonieorchester Saarbrücken und mehrmals sein Werk "Furin no kyo" mit dem Klangforum Wien, dem Ensemble Moderne, der Musikfabrik NRW, dem Ensemble Avantgarde u.v.a.

 

Franziska Gottwald  Nachbarin, Dame II, Dulcinea II, Dorothea
Die Gewinnerin des Leipziger Bachwettbewerbes 2002 hatte bereits während ihrer Gymnasialzeit Gesangsunterricht bei Prof. Eugen Rabine. Ihr Gesangsstudium absolvierte sie an den Musikhochschulen Saarbrücken, Hannover und Weimar. Teilnahme an verschiedenen Meisterkursen bei Prof. Elio Battaglia, Norman Shetler und Dennis Russel Davies. Während dieser Zeit wurde sie Preisträgerin verschiedener Gesangswettbewerbe und konnte bereits an der Niedersächsischen Staatsoper Hannover und dem Deutschen Nationaltheater Weimar gastieren. Seit 1998 festes Ensemblemitglied an das Deutsche Nationaltheater Weimar. Hier singt sie in den Partien ihres Fachs (Cherubino, Hänsel, Frau Reich). Gleichzeitig konnte sie sich als Lied- und Oratoriensängerin mit dem Schwerpunkt Barockmusik einen Namen machen. Seit 1998 arbeitete sie wiederholt mit Ton Koopman und dem Amsterdam Baroque Orchestra zusammen und trat als Interpretin der Werke J.S. Bachs und Händels im Concertgebouw Amsterdam, dem Leipziger Gewandhaus und anderen bedeutenden Konzertsälen Europas auf. Darüber hinaus wurde sie auch eingeladen, die Altpartie in Rossinis Petite Messe Solennelle zu singen. Verschiedene Konzertreisen führten sie nach Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien, Schweiz, Österreich, Holland und Südostasien. Sie ist in verschiedenen Rundfunk- und CD-Produktionen zu hören, u.a. bei der Gesamteinspielung der Kantaten J.S. Bachs und dem Mitschnitt der Matthäuspassion vom C.Ph.E. Bach, beides unter Leitung von Ton Kooopman. Unter Fabio Luisi sang sie die "Manja" in Kalmans Gräfin Mariza. Sie arbeitet regelmäßig mit Reinhard Goebel zusammen, so u.a. in einer Neufassung der Barockoper „Wie es euch gefällt“ (Veracini), in Bachs h-moll Messe und Haydns Arianna a Naxos

 

Maria Kowollik  Haushälterin, Dame III, Dulcinea III
Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Prof. Charlotte Lehmann und für musikalische Interpretation bei Dr. Ernst Huber-Contwig. Sie ist Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe (Hannover, München, Berlin, Wien und Barcelona) und war Solistin u.a. beim Holland Festival, beim Kammermusik-Festival Gidon Kremer in Lockenhaus, beim Rheingau-Musik-Festival, bei der Biennale Hannover, bei der Musik-Biennale Berlin und bei der Münchener Biennale. Mitwirkung bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, u.a. ARD, ZDF, RAI Italia, Radio France. Gastverträge führten sie an die Opernhäuser Bielefeld, Wiesbaden, Karlsruhe, Darmstadt, Dortmund, Oldenburg, Hannover und Bremen. Seit 1994 ist sie Professorin für Gesang an der Hochschule für Künste Bremen. Großes Engagement zeigt sie u.a. für die zeitgenössische Musik. Zahlreiche Komponisten wie Vinko Globokar, Lukas Foss, Reinhard Febel, Sofia Gubaidulina komponierten speziell für sie Werke. CD-Produktionen, u.a. Portrait-CD mit Werken ausschließlich für Stimme solo, darunter auch einige Widmungskompositionen für Maria Kowollik. Sie erteilt internationale Meisterkurse im Haus Marteau (Oberfranken), in Skopje (Mazedonien) und Turku (Finnland). Für die Zeitgenössische Oper Berlin sang sie erstmals 2003 bei "Séraphin" von Wolfgang Rihm.

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