Zeitgenössische Oper Berlin

Tom Sol Don Quijote
Studium am Amsterdamer Sweelinck Conservatorium. Anschließend Ausbildung ins Charakterfach bei Bernard Diamant und William Johns. Sein umfangreiches Rollenrepertoire umfaßt neben den Bariton-Partien Mozarts viele Opern von Händel, Haydn, Puccini, Dvorak und Strauß. Er gastierte an der Flämischen Oper in Antwerpen, der Opera de la Monnaie in Brüssel (Salome), in Nürnberg (Rakes Progress), Lübeck (Kullervo), Koblenz (Pizarro in Leonore), Osnabrück (Pizarro in Fidelio und Magnifico), bei der Münchener Biennale und vielen anderen internationalen Orten. Sein Spektrum als Oratorien-, Konzert- und Liedsänger reicht von Bach, Brahms, Britten, Monteverdi, Morricone bis zu Stravinsky und Poulenc. Sein besonderes Interesse gilt der Niederländischen Vokalmusik des 17. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart. Für WDR-Radio nahm er unbekannte Opern und Oratorien von Händel, Kozeluch, Reichardt und J.C. Bach auf. Aber auch in den Niederlanden hat er an vielen Radio- und CD-Einspielungen mitgearbeitet. Für die Zeitgenössische Oper Berlin sang er 2002 "König Marke" in "Le Vin Herbé" von Frank Martin und 2003 "König George III." in "Acht Gesänge für einen verrückten König" von Peter Maxwell Davies.

 

Mark Bowman-Hester  Sancho Panza
Studium in Chapel Hill und Eastman School of Music (New York).  Abschluß an der Indiana Universität. Zahlreiche Preise und Stipendien, u. a. den Metropolitan Opera Audition-Preis und den Preis der National Opera Association. Vor seiner internationalen Karriere Mitglied des Opern Studios der Houston Grand Opera, wo er bereits Partien von Bellini bis Offenbach sang. Seit 1987 Gastengagements in Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich, Niederlände, Portugal und Deutschland. Sein Rollenrepertoire umfaßt über 90 Partien und reicht von Händel über die großen Mozartrollen bis zu Werken der Moderne wie „Le grand macabre“, „Albert Herring“, „Il Prigionero“, „Divara“ und „Simplicius Simplicissimus“, als Konzertsänger in Serenade (Britten), Carmina Burana (Orff) und Evangelist in allen Bachpassionen. Von 1996-2004 Festengagement als Spieltenor in Münster, wo er besonderen Erfolg im „Ring des Nibelungen“ als Loge und Mime sowie als David in den „Meistersinger“ und zuletzt als Hauptmann in „Wozzeck“ feierte. Für die Zeitgenössische Opera Berlin sang er 2002 die Rolle des „Kaherdin“ in „Le Vin Herbé“ von Frank Martin.

 

Patrick Busert  Barbier I, Lektor I, Häscher I
Studium an der Musikhochschule Detmold bei Prof. Hildegard Kronstein-Uhrmacher. 1989 war er Stipendiat des Richard-Wagner Verbandes Trier. 1992 Meisterkurs bei Prof. Hanno Blaschke und 1996/97 Unterricht bei Prof. Helmut Kretschmar. Schon während seiner Ausbildung hatte er Gastverträge am Theater Trier, in Lüneburg und am Detmolder Landestheater, wo er nach seinem Studium auch sein erstes Festengagement antrat. 1997 sang er bei den internationalen Operettenwochen in Bad Ischl (Österreich). Seit 1998 ist er in Lübeck engagiert und war dort bislang u.a. in den Partien des Haushofmeisters, Wirts, Sängers und Tierhändlers in "Der Rosenkavalier", als Graf Almaviva in "Der Barbier von Sevilla", als Schmuggler Remendado in "Carmen", als Vogelhändler Adam in "Der Vogelhändler", als Peter Iwanow in "Zar und Zimmermann", als Freddy Eynsford-Hill in "My Fair Lady" und als Brighella in "Ariadne auf Naxos" zu hören. Gastverträge führten ihn nach Gelsenkirchen, Rostock, Hildesheim, Regensburg, Bielefeld, Leipzig, Oldenburg und Kassel.

 

Lothar Odinius  Cardenio, Küster, Häscher IV
Gesangsstudium bei Anke Eggers an der Hochschule der Künste in Berlin. Meisterkurse bei Ingrid Bjoner, Bernd Weikl, Alfredo Kraus sowie der Besuch der Meisterklasse von Dietrich Fischer-Dieskau. Seither rege Konzerttätigkeit sowie CD- und TV-Aufnahmen mit Dirigenten wie Adam Fischer, Franz Welser-Möst, Helmuth Rilling, Philippe Herreweghe, Nikolaus Harnoncourt, Fabio Luisi, Peter Schreier und Claudio Abbado. Mitwirkung bei internationalen Festspielen in Bad Hersfeld, Ludwigsburg, Schwetzingen, dem Schleswig-Holstein Musik-Festival und dem Mecklenburg-Vorpommern-Festival, den Haydn-Festpielen, den BBC Proms, dem Edinburgh Festival und dem Oregon Bach-Festival. Von 1995 bis 1997 Engagement am Staatstheater Braunschweig als lyrischer Tenor. Dort u.a. Mozartpartien wie "Ferrando" (Cosí fan tutte) und "Tamino" (Zauberflöte). Seither als Gast an der Oper der Stadt Bonn, der Königlichen Oper Kopenhagen (mit der Partie des Charles Lindbergh in Kurt Weills "Der Lindberghflug"), am Opernhaus Zürich (Alfonso in Franz Schuberts "Alfonso und Estrella"), am Nationaltheater Mannheim, bei der Salzburger Mozartwoche und am Schlosstheater Potsdam.

 

Jonathan de la Paz Zaens  Lektor II, Schweinehirt, Verwalter, Häscher III
Studium an der University of the Philippines bei Prof. Veneracion und an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Dr. Brauer. Preisträger des 7. Sylvia Geszty Internationalen Koloratur-Gesangswettbewerbes und Finalist beim 13. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb. Er gestaltete wiederholt die Baßpartien der großen Oratorien Bachs sowie die Requiem-Vertonungen von Mozart, Brahms und Verdi. Neben seinen Engagements an der Neuköllner Oper Berlin, der Neuen Opernbühne Berlin und der Berliner Kammeroper ( u.a. die Partien des Dulcamaras in Donizettis "Der Liebestrank", des Alidoros in Hasses "La Sorella Amante" und die des Abts in Brittens "Curelew River") sang er bei den Berliner Festspielen 2002 die Partie des Luzifer in Stockhausens "Michaels Jugend vom Donnerstag aus Licht". An der Staatsoper Prag gastierte er u.a. als Leporello und Guglielmo und bei den Salzburger Festspielen sang er in  Stockhausens Uraufführung "DÜFTE-ZEICHEN". Für die Zeitgenössische Oper Berlin sang er 2002 die Rolle des Il Malaspina in "Die tödliche Blume" von Salvatore Sciarrino, wofür er auch beim Stadttheater Koblenz engagiert wurde.

 

Christoph Kögel  Lektor III, Häscher II, Spiegelritter, Nachbar
Begann mit privatem Gesangsunterricht bei Janet Hardy in Augsburg. Als Hospitant war er Mitglied der Opernschule des Leopold-Mozart-Konservatorium, Augsburg und später, von 1984-86, Chorist im Opernchor der Städtischen Bühnen Augsburg. 1986-92 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main Opern-Gesang bei Prof. Martin Gründler und in der Liedklasse bei Prof. Charles Spencer. Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender und Sena Jurinac schlossen sich an. Von 1993-2004 war er teils fest, teils als Gast engagiert an den Bühnen Osnabrück, Kaiserslautern, Lübeck, Mainz und Darmstadt. Parallel war er immer auch als Lied- und Oratoriensänger und in freien Kammeroperproduktionen beschäftigt ( „Vokalsolisten Frankfurt“ und „Kammeroper Frankfurt“), Zu seinem Repertoire gehören Oratorien von Telemann, Bach und Händel und Opernpartien wie Graf Almaviva (Figaros Hochzeit), Valentin (Margarete), Guglielmo (Cosi fan tutte), Silvio (Bajazzo), Konzertreisen führten ihn nach Belgien, Ungarn, Estland, Lettland, Österreich, Israel und Frankreich.

 

Gavin Taylor  Don Fernando, Notar
Gesangsausbildung bei Ryland Davies am Royal Northern College of Music in Manchester und Besuch der Meisterklassen von Sherill Milnes, Chris Merritt, Francisco Araiza, Fedora Barbieri sowie Giuseppe Taddei. Zur Zeit musikalische Betreuung durch Helmut Weese und stimmliche von Harald Stamm. Nach Gastspielen an der Welsh National Opera, der Scottish Opera und der English Touring Opera sang er 1997 an der Kammeroper Schloss Rheinsberg die Partie des Huldbrand in E.T.A. Hoffmanns "Undine". Darauf folgte bei den Wiesbadener Maifestspielen der Tarquinius in Brittens "Raub der Lukretia". Weitere Gastengagements führten ihn als Marcello in "Boheme" nach Frankreich und als "Escamillo" nach Magdeburg, Cottbus, Würzburg und Hagen. Gavin Taylor singt regelmäßig an den Opernhäusern von Flensburg (Richter Turpin in "Sweeney Todd"), Aachen (Frank Maurrant in "Street Scene"), Detmold (Dreieinigkeitsmoses in "Mahagonny") Würzburg und Kiel die großen Partien seines Fachs. Dazu gehören neben Escamillo und Don Giovanni auch spezielle zeitgenössische Partien, so der Kaiser von Atlantis von Ullmann und der Prinz von Homburg von Hans Werner Henze.

 

Nicholas Isherwood  Pfarrer, Wirt, Der Chef
Musik- und Literaturstudium am Oberlin College, Schauspiel am Londoner Actors Centre, Musikwissenschaft an der Ecole des Hautes Etudes Paris und Gesang bei Sara Sforni Corti und Roberto Benaglio in Italien. Preisträger des Gesangswettbewerbs des Teatro Carlo Felice in Genua. Seine Karriere begann in Italien, wo er u. a. mit Sergio Ballestracci, Sergio Vartolo, Roberto Gini, Luciano Contini arbeitete. Seine internationale Karriere führte ihn an die renommiertesten Opern- und Konzerthäuser der Welt, darunter La Scala, Covent Garten, Royal Festival Hall, Théatre des Champs Elysées, Concertgebouw Amsterdam, Wiener Konzerthaus, Alte Oper Frankfurt, Deutsche Oper Berlin, Oper Rom, Teatro Comunale Turin sowie zu den Salzburger Festspielen und zu den Biennalen Venedig und München. Ferner hatte er Auftritte in China, Japan, Mexiko, Taiwan, Brasilien, Rußland und Amerika. Außerdem arbeitete er mit Dirigenten wie Eötvös, Nagano, Mehta und Tamayo sowie Komponisten wie Carter, Crumb, Henze, Kagel, Kurtág, Messiaen, Scelsi, Stockhausen und Xenakis zusammen. Er hat zahlreiche neue Werke uraufgeführt, so z. B. die Partien des Lucifer in Stockhausens "Licht", des Titelhelden in Toshio Hosokawas "Vision of Lear", des Frère Léon in Messiaens "Saint Francois d'Assise", des Todes in Viktor Ullmanns "Der Kaiser von Atlantis" und die Titelrolle in Dusapins "Roméo et Juliette". Er gab Meisterkurse am Pariser Conservatoire, am Salzburger Mozarteum und an der Stanford University. Er unterrichtet als Gesangsprofessor an der Ecole Normale de Musique in Paris. Er hat zahlreiche CDs für Labels wie Erato, Harmonia Mundi und den Stockhausen-Verlag eingespielt.

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